Wolfgang Metzger, Veröffentlichungen
(Mitautoren von Gemeinschaftsarbeiten
werden am
Schluß des jeweiligen Titels genannt unter "zusammen mit ..."):
Themen:
[Der von mir bearbeitete
Katalogband behandelt
die Frage, wie der hochmittelalterliche Welfenherzog Heinrich der
Löwe (+ 1195)
in späteren Epochen gesehen und dargestellt wurde, welche Ziele
man mit diesem
Rückgriff verband und wie dadurch sein Bild bis heute geprägt
wurde. Die
Beschreibungen und Abbildungen aller Ausstellungsstücke werden
durch Aufsätze
zu einzelnen Themenbereichen ergänzt.]
[Wissenschaftlicher Katalog
zu
lateinischen Handschriften des 9. bis frühen 17. Jahrhunderts der
ehemals
Heidelberger Bibliotheca Palatina. Von herausragender Bedeutung sind
vor allem
die Handschriften des Humanismus und der Reformation. Die
Beschreibungen folgen
im wesentlichen den Richtlinien der DFG zur
Handschriftenkatalogisierung.
Rezension: Robert Seidel, in: Arbitrium 2
(2003), S.
167-171]
(1) Vom alten Ägypten zum Herbst des Mittelalters, in: Cardio News
4 (Januar/
2001), S. 30-31
(2) Von Neid und neuer Herzlichkeit: Renaissance bis Moderne, ebd.
(Februar/
2001), S. 30-31
[Zweiteiliger,
populärwissenschaftlicher Essay zur Darstellung des menschlichen
Herzens in der
Kunst des Abendlandes bis heute]
[Essay zu Schillers
Krankheitsgeschichte und zu ihrer Wahrnehmung im 20. Jahrhundert]
[Transkription und Übersetzung von einigen der digitalisierten
Briefe, die
bisher nicht publiziert waren]
2. Kunst- und Kulturgeschichte des Mittelalters und der Renaissance (12. - 16. Jahrhundert):

[Ausgehend von einem
englischen
Stundenbuch der Zeit um 1350/60 wird eine Gruppe von illuminierten
Handschriften untersucht, die um die Mitte des 14. Jahrhunderts in
London
entstanden. Ihr auffälligstes Merkmal ist die Kombination von
Miniaturen, die
das Vorbild sowohl englischer als auch italienischer Malerei verraten,
mit
einer stark von Pariser Handschriften der Zeit geprägten
Ornamentik. Die
Untersuchung wirft auch neues Licht auf zentrale Werke der Zeit wie den
"Queen Mary Psalter" und den "St. Omer Psalter" sowie auf
die Werke des "Fitzwarin Meisters".
Rezension: Michael A. Michael, in: The
Burlington
Magazine 139 (1997), S. 206-207]
[Zur Illustration der "Sage
von
Heinrich dem Löwen" in Wand- und Buchmalerei sowie Bildteppichen
des 15.
Jahrhunderts. ]
[Buchrezension mit weiteren
Informationen und Hinweisen zu den Bellifortis-Handschriften der
Bibliotheca
Palatina aus dem 15. und frühen 16. Jahrhundert]
[Essay mit Abbildungen,
kürzere
Version des hier unter Texte
vorgestellten
Beitrags zu Kurfürst Ottheinrich von der Pfalz]
[Der "Herrengarten" in der
westlichen Vorstadt war von den 1540er Jahren an der Lustgarten der
Heidelberger Pfalzgrafen. Obwohl er zu Beginn des 17. Jahrhunderts vom
neuen
"Hortus Palatinus", dem aufwendigen Terrassengarten direkt beim
Heidelberger Schloß, in den Schatten gestellt wurde, existierte
er doch als
Lust- und später als Nutzgarten weiter. Erst im 19. und 20.
Jahrhundert wurde
der Bereich zum Teil überbaut. Der Aufsatz nutzt zwei bisher
unbekannte
Gartenbeschreibungen aus der Zeit Kurfürst Ludwigs VI. von der
Pfalz (1576-83)
in Handschriften der Vatikanischen Bibliothek und der Biblioteca
Nazionale
Centrale in Florenz, um den Garten des 16. Jahrhunderts zu
rekonstruieren.]
[Zwei umfangreiche, bisher
überwiegend unverständliche Bildzyklen des früheren 15.
und des beginnenden 16.
Jahrhunderts, die untereinander in unmittelbarem Zusammenhang stehen,
werden
untersucht und anhand ausgewählter Beispiele erläutert.
Ungewöhnlich sind dabei
vor allem die zahlreichen Darstellungen von Vorführungen magischer
oder
schaustellerischer Natur. Die Bedeutung der bisher kaum beachteten
vatikanischen Handschrift wird dabei erstmals klar.]

[Allgemeinverständliche
Darstellung
zu Handel und Handwerk des europäischen Mittelalters,
erläutert anhand
von zeitgenössischen Bildern in Handschriften. Die Einführung
gibt auch einen
kurzen Überblick über die Geschichte der Buchmalerei und
über die Entwicklung
des Handels und des Handwerks der Epoche. Die 55 Abbildungen werden
meist
ausführlich erläutert.]
[Quellenstudie zur Geschichte des Heidelberger Schlossgartens im 19. Jahrhundert.]
3. Geistesgeschichte des 15. und 16. Jahrhunderts/ Reformationsgeschichte:
[Edition mit
Übersetzung und
Kommentar von drei zuvor unbekannten Briefen Philipp Melanchthons. Das
engmaschige Netz von persönlichen Beziehungen und geistigem
Austausch im Umfeld
Melanchthons und darüber hinaus wird hier deutlich erkennbar.]
[Zur
Reformationsgeschichte: Menrad
Molther stammte aus Augsburg, wo er im Umkreis des Stadtschreibers und
Humanisten Konrad Peutinger seine erste Ausbildung erhielt. Die
folgenden Jahre
an der Universität Heidelberg zeigen ihn als christlich
geprägten Humanisten
mit literarischen Interessen. Schließlich wird er als
evangelischer Prediger in
die Reichsstadt Heilbronn berufen, wo die Umwälzungen der
Reformation auch
Jahre nach deren erster Einführung noch in vollem Gang waren. So
konnte Molther
auch in der Reformationsgeschichte des deutschen Südwestens seine
Spuren
hinterlassen. Er hinterließ eine Reihe von teils gedruckt, teils
handschriftlich überlieferten Werken.]
[Darstellung der Geschichte
der
Heidelberger Bibliotheca Palatina im 16. Jahrhundert. Neben den
bekannten
Tatsachen werden neue Informationen zu folgenden Bereichen geboten:
Umfang und
Bestände der Bibliothek im Jahr 1581 sowie Anteil der
verschiedenen
Wissensgebiete (anhand des erhaltenen Inventars); Interessen des
Kurfürsten
Ottheinrich und sein Umgang mit seinen Büchern (u.a. auch zu
München, BSB, cgm
111); Kurfürst Ludwig VI. und sein Bibliothekar Joachim Strupp von
Gelnhausen.]
[Die ehemals Heidelberger
Bibliotheca
Palatina - eine der wichtigsten deutschen Bibliotheken des 16.
Jahrhunderts -
enthält unter anderem auch eine Reihe historischer
Bibliotheksverzeichnisse,
die sich heute unter den "Codices Palatini latini" in der
Vatikanischen Bibliothek befinden. Die Edition gibt den Text des
Kataloges der
Bibliothek Friedrichs IV. von der Pfalz (Kurfürst ab 1592) von
1589 wieder, wie
er sich in zwei Fassungen erhalten hat. Die Revisionsvermerke von 1594
lassen
dabei erkennen, welche Bände mittlerweile in die allgemeine
Landbibliothek
(Bibliotheca Palatina) überwiesen wurden, welche
längerfristigen Ausleihen
bestanden und welche Bücher der Fürst für sich im
Schloß behielt. So ergibt
sich ein bezeichnendes Schlaglicht auf die Geistes- und
Bildungsgeschichte
Heidelbergs und seines Fürsten.]
[Der Aufsatz stellt Ottheinrichs Aktivitäten als
Büchersammler vor den
Hintergrund einer planvollen Bibliotheksgründung als Beitrag zur
Festigung und Ausbreitung
des Protestantismus. Den bekannten Tatsachen werden dazu einige neue
Beobachtungen zum Buchbesitz des Fürsten zugefügt. Die
äußere Gestaltung der
"Ottheinrichbände" wird dabei
auch hinsichtlich ihres Bedeutungsgehaltes untersucht.]
[Ausgehend von neu
aufgefundenen
Briefen von, an und über Peter Luder im Codex Pal. lat. 1798 der
Vatikanischen
Bibliothek wird die Laufbahn des deutschen Frühhumanisten in
seiner
Heidelberger Zeit untersucht. Die zugrundeliegenden Briefe wurden von
Wolfgang
Metzger aufgefunden, identifiziert und einer ersten Einordnung
unterzogen, die
Auswertung im kultur- und literargeschichtlichen Kontext leistete Veit
Probst,
die Edition und Übersetzung der Briefe ist das Resultat
gemeinsamer Arbeit.]
[Zur Bibliothek
Kurfürst
Ottheinrichs von der Pfalz und dessen Motivation als
Bibliotheksgründer sowie
Katalogbeschreibungen zu: München, Bayerische Staatsbibliothek,
Cgm 1507
(Fechtbuch des Paul Kal); München, Bayerische Staatsbibliothek,
Clm 10291
(Itinerarium Antonini, Abschrift für Ottheinrich von der Pfalz);
München,
Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 111 (Apokalypse und Franziskanerregel
in
Deutsch)]
4. Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts
[Diskutiert werden unter
anderem auch
Grundprobleme bei der Präsentation von Büchern in
öffentlichen Ausstellungen]
[Der Künstler Thomas
Struth arbeitet
seit Jahren im Medium der Photographie. Seine Arbeiten bilden zumeist
Serien
von Aufnahmen, die vor allem die Straßen von Städten in
Europa, Japan und China
zum Thema haben. Der Aufsatz diskutiert vor allem Werke der 1980er und
90er
Jahre.]
[Kurzer
allgemeinverständlicher Essay
zur künstlerischen und literarischen Romantik im Heidelberg des
19.
Jahrhunderts.]
[Die Untersuchung zur
Propagandakunst
des "Dritten Reiches" beleuchtet den Versuch eines Goldschmiedes,
einen adäquaten Stil im Sinne der Naziideologie zu schaffen: ein
Beispiel für
die gezielte Ideologisierung auch des Kunsthandwerkes in dieser Zeit.]
Kat. Nr. 672-677: Ludwig
von
Schwanthaler, Martin Schongauer (1834); Domenico Quaglio, Das
Freiburger
Münster in "altdeutscher" Zeit (1821); August von Bayer, Das
Straßburger Münster im Mittelalter (1842); Andreas
Friedrich, Erwin von
Steinbach (1842); Théophile Schuler, Erwin von Steinbach (1846);
Ch. Müller,
Das Basler St. Jakobsdenkmal für die Armagnakenschlacht von 1444
(1846)
[Tagungsbericht zum Brand
der
Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar (2. Sept. 2004) und den in
der Folge
ergriffenen Schritte zur Restaurierung durch Feuer und Löschwasser
beschädigter
Bücher]
aktualisiert: 19. 7. 2008
Zu Schriften, die noch in Bearbeitung sind siehe: Projekte